Arbeitsgelegenheiten (AGH) für Flüchtlinge

„Die aktuelle Flüchtlingssituation im Land erfordert eine schnelle soziale und berufliche Eingliederung von Flüchtlingen mit guter Bleibeperspektive. Nur durch erfolgreiche Integration können die Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben und die Gesellschaft stärken. Um diesen Prozess voranzubringen ist es erforderlich, entsprechende Angebote zur Integration von Flüchtlingen, insbesondere auf dem Arbeitsmarkt, zu schaffen.

Im Rahmen des Landesprogramms „AGH für Flüchtlinge“ werden juristische Personen des öffentlichen Rechts und Einrichtungen des privaten Rechts mit Sitz in Sachsen-Anhalt gefördert. Zuwendungsfähig sind Ausgaben für sozialpädagogische Betreuung und Begleitung, Koordinierung weiterführender Maßnahmen und erforderliche Sprachmittlung während der Teilnahme an Arbeitsgelegenheiten. Diese Arbeitsgelegenheiten sollten als Teilzeitbeschäftigungen ausgerichtet werden, um den Projektteilnehmer/innen die Teilnahme z.B. an Deutschunterricht zu ermöglichen.“

BBW hat sich um die Durchführung dieser Maßnahme beim Landkreis Wittenberg nach entsprechender Ausschreibung beworben und ein positives Votum der Regionalen Arbeitskreises (RAK) erhalten. Für die erforderliche Sprachmittlung haben wir einen jungen Mann eingestellt, der selber Flüchtling ist, bereits eine Arbeitserlaubnis hat und arabisch, deutsch, englisch und französisch spricht.


Seit August sind nunmehr 21 Flüchtlinge für diese Arbeitsgelegenheiten geplant. Einsatzstellen sind u.a.

✓ Diakonie

✓ Wittenberger Tafel

✓ NABU – Zentrum im Stadtwald

✓ Tierheim

✓ Stadt Wittenberg

✓ Stadt Gräfenhainichen

✓ Stadt Oranienbaum – Wörlitz

✓ Stadt Coswig

✓ Stadt Jessen

✓ Stadt Annaburg


13.01.2017. Im Zeitraum von August bis Dezember 2016 betreute das BBW e. V. 21 Arbeitsgelegenheiten für Flüchtlinge im Landkreis Wittenberg mit insgesamt 33 Teilnehmern. Diese wurden in den Einsatzstellen bei den kommunalen Einrichtungen, der Diakonie, der Wittenberger Tafel, dem NABU-Zentrum und dem Tierheim gern aufgenommen.

Die Betreuung durch das BBW e. V. umfasste dabei nicht nur Hilfen bei der Überwindung der Sprachbarrieren zwischen den Flüchtlingen und den Mitarbeitern der Einsatzstellen, sondern darüber hinaus auch die Vermittlung allgemein üblicher Regeln in der Arbeitsorganisation und der Abstimmung von Berufs- und Familienleben in Deutschland. Den Teilnehmern wurden verschiedene Möglichkeiten der künftigen Arbeitsgestaltung und Chancen zur Eingliederung durch Aufgaben im Ehrenamt und Vereinsleben aufgezeigt.

Die Einsatzstellenleiter, Ehrenamtlichen und Teilnehmer aus anderen Projekten haben die Flüchtlinge in ihre Aufgaben eingebunden und an Ihrem Alltag teilhaben lassen. Auch bei den Bürgern der Gemeinden bzw. den Nutzern der angebotenen Leistungen der Einsatzstellen erfuhren die Teilnehmer große Wertschätzung. Sie wurden als aufgeschlossene, interessierte und fleißige Mitbürger wahrgenommen. Ihre Arbeit wurde als zusätzliche Leistung zur Verbesserung des sozialen und kulturellen Lebens in den Gemeinden anerkannt.

An allen Stellen kamen Alteingesessene und Zuwanderer miteinander ins Gespräch, Vorurteile konnten auf beiden Seiten abgebaut werden. Wichtige Grundlagen des Zusammenlebens in unserer Region wurden vermittelt und werden den Flüchtlingen bei ihrer weiteren Integration in das Leben und die Arbeit in Deutschland helfen.

Für unsere begleitenden Mitarbeiter war die wichtigste Rückmeldung der Teilnehmer jedoch, dass ihnen die Arbeit Spaß gemacht hat, dass sie auch weiterhin aktiv sein möchten und alle Möglichkeiten nutzen werden, in das Arbeitsleben und die Kulturgestaltung der Region einzutreten.

Kontakt


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für Beruf und Wirtschaft e.V.
Dessauer Straße 134
06886 Lutherstadt Wittenberg

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Montag - Freitag 07:00 - 16:00 Uhr

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